Endlich Frühling…

   … dieses Aufatmen meinte man an diesem Wochenende aus jeder Richtung zu hören. Plötzlich explodiert die Natur förmlich: Felder, die letzte Woche noch braun waren, schimmern in frischem Frühlingsgrün, die Schlehen tupfen ihre weißen Blüten in die Landschaft und die ersten Blattknospen öffnen sich und strecken ihre zartgrünen Blätter der Sonne entgegen.

Im Weinberg werden die Ruten nun gebogen und angebunden. Jetzt ziehen die Rebstöcke das Wasser aus dem Boden und an den Schnittstellen bilden sich Tropfen. Jetzt kann man lassen sie sich optimal biegen und der Weinberg kann nun für die Saison vorbereitet werden.

Eine schöne Überraschung: die Weinbergstulpen und Traubenhyazinthen vom letzten Jahr haben überlebt und sich an manchen Stellen sogar vermehrt.

 

Und auf der Höhfeldplatte blühen bereits wieder die Küchenschellen!

Zauberhafte Winterimpressionen

20171202_101755Der Nebel, der sich im November/Dezember gerne über das Maintal legt, hat auch sein Gutes. Kommt Frost dazu zaubert er filigrane Muster auf die letzten Blüten und Früchte, die noch an Bäumen Sträuchern und Rebstöcken zu finden sind. Am Weinbergsdraht sitzen tausende kleine Eisnadeln und glitzern sobald die Sonne herauskommt. Eine Winter-Wunderwelt, die sich bei einer Weinbergswanderung entdecken lässt. Nachher wärmt ein heißer Glühwein – sei es am ersten Adventswochenende in Güntersleben, am zweiten Advent in Thüngersheim oder an allen Adventswochenenden in Veitshöchheim.

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Sonnenstrahlen und herbstliches Farbenspiel…

…locken noch einmal in die Weinberge. Auch wenn die Temperaturen nun nicht mehr so sommerlich sind wie in den letzten Tagen, laden die Weinberge zum Wandern und Schauen ein.

Am Günterslebener Sommerstuhl hängen noch ein paar Trauben an den Rebstöcken. Die Sonne lässt das herbstliche Laub erstrahlen und wärmt noch einmal die letzten Insekten, die zwischen den Blättern zu finden sind. Ein besonderes Farbenspiel bieten die vielen kleinen Parzellen am Sommerstuhl – jetzt sieht man ganz deutlich, dass oft nach wenigen Zeilen die Rebsorte wechselt. Hier kann man noch nachempfinden, wie die Realteilung in Franken die Rebflächen geprägt hat. Schmal wie Handtücher oder „Lumpen“ zogen sich die einzelne Flurstücke über den ganzen Hang. Durch die Flurbereinigung ist dies in den meisten Weinbergen nicht mehr zu sehen – der Günterslebener Sommerstuhl ist eine der wenigen Ausnahmen.

Ein vielfarbiges Mosaik – die Weinberge am Günterslebener Sommerstuhl.

Die schöne Italienerin

20170507_101621[1]Die Rede ist von der Weinbergstulpe, die wie auch die Träubelhyazinthe, der Weinbergslauch und der nickende Milchstern zur sogenannten Hackflora im Weinberg gehören.

Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und wurde laut Wikipedia im 16. Jahrhundert aus Bologna als Zierpflanze eingeführt.

Ein besonders großes Vorkommen ist bei Castell im Weinberg am Schlossberg. Hier wurde die Tulpe im Rahmen der Artenschutzkampagne „Bayerns Ureinwohner“ wieder angesiedelt und jedes Jahr Ende April mit einem Frühschoppen im Weinberg geehrt.