Sonnenstrahlen und herbstliches Farbenspiel…

…locken noch einmal in die Weinberge. Auch wenn die Temperaturen nun nicht mehr so sommerlich sind wie in den letzten Tagen, laden die Weinberge zum Wandern und Schauen ein.

Am Günterslebener Sommerstuhl hängen noch ein paar Trauben an den Rebstöcken. Die Sonne lässt das herbstliche Laub erstrahlen und wärmt noch einmal die letzten Insekten, die zwischen den Blättern zu finden sind. Ein besonderes Farbenspiel bieten die vielen kleinen Parzellen am Sommerstuhl – jetzt sieht man ganz deutlich, dass oft nach wenigen Zeilen die Rebsorte wechselt. Hier kann man noch nachempfinden, wie die Realteilung in Franken die Rebflächen geprägt hat. Schmal wie Handtücher oder „Lumpen“ zogen sich die einzelne Flurstücke über den ganzen Hang. Durch die Flurbereinigung ist dies in den meisten Weinbergen nicht mehr zu sehen – der Günterslebener Sommerstuhl ist eine der wenigen Ausnahmen.

Ein vielfarbiges Mosaik – die Weinberge am Günterslebener Sommerstuhl.

Die schöne Italienerin

20170507_101621[1]Die Rede ist von der Weinbergstulpe, die wie auch die Träubelhyazinthe, der Weinbergslauch und der nickende Milchstern zur sogenannten Hackflora im Weinberg gehören.

Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und wurde laut Wikipedia im 16. Jahrhundert aus Bologna als Zierpflanze eingeführt.

Ein besonders großes Vorkommen ist bei Castell im Weinberg am Schlossberg. Hier wurde die Tulpe im Rahmen der Artenschutzkampagne „Bayerns Ureinwohner“ wieder angesiedelt und jedes Jahr Ende April mit einem Frühschoppen im Weinberg geehrt.