Start in die Anbausaison

Noch sind nicht alle 2018er Weine abgefüllt, aber alle Winzer stehen schon in den Startlöchern für den neuen Jahrgang. Die meisten haben die Winterarbeiten wie Schnitt und das Anbinden der Reben abgeschlossen. Nun sind natürlich alle gespannt, ob der Austrieb wieder so früh erfolgt wie im letzten Jahr.

Ein großes Fragezeichen ist auch die Wasserversorgung der Weinberge. Mit mit einem Defizit von etwa 25 % der Niederschlagsmenge ging es in das Jahr 2019. Die Hoffnung, dass der Winter genügend Niederschläge bringt, hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil – auch das Frühjahr war bisher zu trocken und das Wasser wird den Pflanzen von Anfang an fehlen. Auch wenn sich jeder nach der Sonne und nach Wärme sehnt, ein wenig mehr Regen täte ganz gut….

Blütenzauber

Ein ganz besonderes Erlebnis ist es, wenn die Weinbergstulpen ihre Kelche öffnen. Nur selten noch findet man sie im Weinberg. Die modernen Techniken der Unkrautbekämpfung setzen ihr leider zu. Deshalb findet man sie nur noch an Stellen, wo – wie in alter Zeit – gehackt wird. Dort wo historische Weinberge angelegt werden versucht man nun auch die Tulpen wieder anzusiedeln. Eine lohnende Idee – denn die Weinbergstulpe ist mit ihrer leuchtend gelben Farbe und der filigranen Blüte ein echter Hingucker wie die Bilder beweisen!

Endlich Frühling…

   … dieses Aufatmen meinte man an diesem Wochenende aus jeder Richtung zu hören. Plötzlich explodiert die Natur förmlich: Felder, die letzte Woche noch braun waren, schimmern in frischem Frühlingsgrün, die Schlehen tupfen ihre weißen Blüten in die Landschaft und die ersten Blattknospen öffnen sich und strecken ihre zartgrünen Blätter der Sonne entgegen.

Im Weinberg werden die Ruten nun gebogen und angebunden. Jetzt ziehen die Rebstöcke das Wasser aus dem Boden und an den Schnittstellen bilden sich Tropfen. Jetzt kann man lassen sie sich optimal biegen und der Weinberg kann nun für die Saison vorbereitet werden.

Eine schöne Überraschung: die Weinbergstulpen und Traubenhyazinthen vom letzten Jahr haben überlebt und sich an manchen Stellen sogar vermehrt.

 

Und auf der Höhfeldplatte blühen bereits wieder die Küchenschellen!

Die schöne Italienerin

20170507_101621[1]Die Rede ist von der Weinbergstulpe, die wie auch die Träubelhyazinthe, der Weinbergslauch und der nickende Milchstern zur sogenannten Hackflora im Weinberg gehören.

Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und wurde laut Wikipedia im 16. Jahrhundert aus Bologna als Zierpflanze eingeführt.

Ein besonders großes Vorkommen ist bei Castell im Weinberg am Schlossberg. Hier wurde die Tulpe im Rahmen der Artenschutzkampagne „Bayerns Ureinwohner“ wieder angesiedelt und jedes Jahr Ende April mit einem Frühschoppen im Weinberg geehrt.